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Glossar

Acrylglas
Definition:Polymethylmethacrylat

Polymethylmethacrylat (Kurzzeichen PMMA, ugs. Acrylglas, Plexiglas®, Limacryl®, Piacryl oder O-Glas), ist ein synthetischer, glasähnlicher thermoplastischer Kunststoff. Polymethylmethacrylat wurde 1928 etwa zur selben Zeit in Deutschland, Großbritannien und Spanien entwickelt und 1933 zur Marktreife gebracht. Es wird heute in großen Mengen hergestellt und findet vielseitige Verwendung als splitterfreier und leichter Ersatz für Glas (z. B. Schutzbrillen, etc.). Die ersten Kontaktlinsen aus Kunststoff wurden etwa 1939 aus PMMA hergestellt. Eines der ersten Alltagsprodukte aus PMMA waren Deckel von Radio-Plattenspieler-Kombinationen (Braun SK 4 von 1956, der so genannte „Schneewittchensarg“). Außerdem findet der Stoff in der Medizin Einsatz als sog. Knochenzement zur Stabilisierung von Implantaten im Knochen.

Artikel Polymethylmethacrylat. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Februar 2008, 13:57 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Polymethylmethacrylat&oldid=42420204 (Abgerufen: 20. Februar 2008, 13:54 UTC)

Braille
Definition:Blindenschrift

Die Brailleschrift wird von stark Sehbehinderten und Blinden benutzt; sie ist also eine Blindenschrift. Sie wurde 1825 vom Franzosen Louis Braille entwickelt. Die Schrift arbeitet mit Punktmustern, die von hinten in das Papier gepresst sind, so dass sie als Erhöhung mit den Fingerspitzen abgegriffen werden können.
 
Sechs Punkte, drei in der Höhe mal zwei Punkte in der Breite, bilden das Raster für Kombinationen, mit denen die Buchstaben dargestellt werden. Bei sechs Punkten ergeben sich 64 Kombinationsmöglichkeiten (das Leerzeichen inbegriffen). Für die Ausgabe von Brailleschrift durch den Computer werden Braillezeilen verwendet. Da für die Arbeit am Computer mehr Zeichen notwendig sind, als sich mit sechs Punkten festlegen lassen, wird hier auch oft noch eine vierte Zeile hinzugefügt, so dass acht Punkte zur Verfügung stehen (Computerbraille, spezielle Implementierung: Eurobraille). Auf diese Weise erhält man 256 Kombinationen. Die Codierung der Standardzeichen bleibt dabei jedoch gleich, die letzte Zeile bleibt lediglich leer.
 
Artikel Brailleschrift. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Februar 2008, 11:25 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Brailleschrift&oldid=42242971 (Abgerufen: 12. März 2008, 07:35 UTC)

DIN
Akronym von:Deutsches Institut für Normung e. V.

DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (kurz. DIN) ist die nationale Normungsorganisation der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin.
 
Das DIN ist ein eingetragener Verein, wird privatwirtschaftlich getragen und ist laut eines Vertrages mit dem Bund die zuständige Normungsorganisation für die europäischen und internationalen Normungsaktivitäten. Es bietet ein Forum für Hersteller, Handel, Industrie, Wissenschaft, Verbraucher, Prüfinstitute und Behörden, als so genannte interessierte Kreise im Konsensverfahren Normen zu erarbeiten.
 
Normen dienen der Rationalisierung, Verständigung, Gebrauchstauglichkeit, Qualitätssicherung, Kompatibilität, Austauschbarkeit, Gesundheit, Sicherheit und dem Umweltschutz. Die elektrotechnischen Themen werden von DIN und VDE gemeinsam durch die DKE bearbeitet. Das DIN vertritt die deutschen Interessen in den internationalen/europäischen Normengremien (ISO und CEN sowie die elektrotechnischen Organisationen IEC und CENELEC). Durch die Entstehungsweise der Normen soll sichergestellt werden, dass die Inhalte und Verfahrenstechniken den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen.
 
Aufgaben
Unterstützung des freien Warenverkehrs durch aktive Mitwirkung an der internationalen und europäischen Normung, Nationale Übernahme internationaler Normen, Beteiligung aller interessierten Kreise an der Normungsarbeit, Sicherstellen der Einheitlichkeit und Widerspruchsfreiheit des Normenwerkes, Vermeidung von Doppelarbeit, Beachtung von Rechtsvorschriften, Aktiver Beitrag zur Konsensbildung.
 
Das DIN hat die Aufgabe, die Normung effizient zu organisieren. Es ist der runde Tisch, an dem sich alle an der Normung interessierten Kreise treffen, und sorgt dafür, dass kein interessierter Kreis unberücksichtigt bleibt. Die Mitarbeiter des DIN sorgen als Sekretäre in der nationalen, europäischen und internationalen Normungsarbeit für die Einhaltung bestehender Satzungen und Richtlinien und organisieren die Arbeit in den Gremien. Sie stellen das Arbeitsprogramm und den Haushaltsplan des Normenausschusses auf und stimmen beides mit dem Lenkungsgremium, welches aus Vertretern der interessierten Kreise besteht, ab. Das DIN stellt die elektronische Infrastruktur für die Normenentwicklung zur Verfügung.
 
Artikel Deutsches Institut für Normung. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. März 2008, 11:15 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Deutsches_Institut_f%C3%BCr_Normung&oldid=43484887 (Abgerufen: 12. März 2008, 07:43 UTC)

Floatglas
Definition:Flachglas

Floatglas ist Flachglas, welches im Floatprozess, oder auch Floatglasverfahren, hergestellt wurde. Das Verfahren wird seit den 1960ern industriell angewandt und liefert derzeit etwa 95 % des gesamten Flachglases aller Anwendungsbereiche wie Fensterglas, Autoscheiben und Spiegel.
Der Begriff Spiegelglas steht gemäß DIN 1249 (Flachglas im Bauwesen) und DIN 1259 (Glas) für planes und durchsichtiges Glas, wird aber mittlerweile oft synonym für Floatglas verwandt; als Grundlage für Flachglas fast aller Bereiche wird auch von Basisglas gesprochen.
 
Produktionsablauf
Die Floatglasherstellung ist ein endlos-kontinuierlicher Prozess. Die gereinigte, bei 1.100 °C teigig-flüssige Glasschmelze wird fortlaufend von einer Seite in ein längliches Bad aus flüssigem Zinn geleitet, auf welchem das etwa 2/3 leichtere Glas schwimmt (engl. to float) und sich wie ein Ölfilm gleichmäßig ausbreitet. Durch die Oberflächenspannung des Zinns und des flüssigen Glases bilden sich sehr glatte Oberflächen. Das am kühleren Ende des Bades erstarrte, noch ca. 600 °C warme Glas wird fortlaufend herausgezogen und durchläuft einen Kühlofen, in welchem es verspannungsfrei heruntergekühlt wird. Nach einer optischen Qualitätskontrolle wird das Glas geschnitten (Standardgröße in Europa: 321 × 600 cm).
 
Artikel Floatglas. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. November 2007, 04:50 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Floatglas&oldid=39200838 (Abgerufen: 11. März 2008, 13:52 UTC)

HKS
Akronym von:Warenzeichen der Druckfarbenhersteller Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co.

Der HKS-Farbfächer beinhaltet 120 so genannte Volltonfarben, insgesamt 3250 Farbtöne für Kunstdruck- und Naturpapiere, deren Sinn die vorhersagbare Wiederholbarkeit und Kommunikation bestimmter Farbnuancen in der grafischen Industrie ist. HKS ist dabei die Abkürzung für und ein Warenzeichen bzw. eine Marke der Druck- bzw. Künstlerfarbenhersteller Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co.
 
Eine HKS-Farbe kann z.B. im Offsetdruck durch Verwendung einer – industriell vorgemischten oder vom Drucker angemischten – Sonderfarbe wiedergegeben oder (annähernd) durch vorgegebene Mischungsverhältnisse der Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz erzielt werden.
 
Artikel HKS-Farbfächer. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. Februar 2008, 15:00 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=HKS-Farbf%C3%A4cher&oldid=42168214 (Abgerufen: 19. Februar 2008, 11:23 UTC)

IMO
Akronym von:Internationale Seeschifffahrts-Organisation

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (englisch: International Maritime Organization, IMO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Bis zum 21. Mai 1982 hieß sie Zwischenstaatliche Beratende Seeschiffahrts-Organisation [sic], auf Englisch Inter-Governmental Maritime Consultative Organzation; die Abkürzung lautete in beiden Sprachen IMCO. Ihre Gründung wurde schon 1948 beschlossen, die mehrfach geänderte Satzung trat jedoch erst 1958 in Kraft. Am 13. Januar 1959 nahm sie ihre Tätigkeit in London auf. Der IMO gehören 166 Staaten als Vollmitglieder, außerdem die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau der VR China sowie die staatsrechtlich zu Dänemark gehörigen Färöer als assoziierte Mitglieder an.
 
Die IMO hat sich zum Ziel gesetzt, alle nicht rein wirtschaftlichen Angelegenheiten der Handelsschifffahrt international zu regeln, die Meeresverschmutzung durch Schiffe zu verringern und möglichst ganz zu verhüten und die (Einzel-)Schiffssicherheit sowie die Sicherheit der Seefahrt (insgesamt) zu verbessern. Das Motto der IMO lautet: „Safe, secure and efficient shipping on clean oceans“ (engl. für „Sichere, geschützte und wirtschaftliche Schifffahrt auf sauberen Meeren“).
 
Zur Durchsetzung ihrer Politik arbeitet sie mit anderen UN-Einrichtungen und nichtstaatlichen Organisationen zusammen, insbesondere im Umweltschutz und bei der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Seeleute. Seit ihrem Bestehen hat die IMO etwa 40 internationale Übereinkommen erarbeitet und regelmäßig aktualisiert, um ihre Ziele zu erreichen. Sie behandeln zum Beispiel die berufliche Befähigung und die Sicherheit der Schiffsbesatzungen (insbesondere das STCW-Übereinkommen), die Verhütung von Havarien (insbesondere das SOLAS-Übereinkommen), die Verhütung und Bekämpfung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL-Übereinkommen), verbesserte Such- und Rettungsmaßnahmen bei Seenot, sowie Schutz vor Piraterie und Terrorismus (insbesondere der ISPS-Code {International Ship and Port Facility Security Code} als neues Kapitel XI-2 des SOLAS-Übereinkommens). Die nach Unterzeichnung, Ratifikation, Annahme oder Beitritt für den betreffenden Staat völkerrechtlich verbindlichen Übereinkommen werden ergänzt durch etwa 700 unverbindliche Entschließungen, Kodizes und Handbücher, deren Einhaltung die internationale Zusammenarbeit erleichtern sollen.
 
Artikel Internationale Seeschifffahrts-Organisation. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. Dezember 2007, 22:06 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Internationale_Seeschifffahrts-Organisation&oldid=40073005 (Abgerufen: 12. März 2008, 07:26 UTC)

ISO
Akronym von:Internationale Organisation für Normung

Die Internationale Organisation für Normung – kurz ISO (von gr.: „isos“; zu dt. „gleich“, engl. International Organization for Standardization) – ist die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen und erarbeitet internationale Normen in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) zuständig ist, und mit Ausnahme der Telekommunikation, für die die Internationale Fernmeldeunion (ITU) zuständig ist. Gemeinsam bilden diese drei Organisationen die WSC (World Standards Cooperation).
 
Mittlerweile sind über 150 Länder in der ISO vertreten. Jedes Mitglied vertritt ein Land, wobei es aus jedem Land auch nur ein Mitglied gibt. Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) ist seit 1951 Mitglied der ISO für die Bundesrepublik Deutschland. Es gibt technische (z. B. MP3 oder Telefonkarten), klassifikatorische (z. B. Ländercodes wie .de, .nl, .jp) und Verfahrensstandards (z. B. Qualitätsmanagement nach ISO 9000).
 
Artikel Internationale Organisation für Normung. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Februar 2008, 08:19 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Internationale_Organisation_f%C3%BCr_Normung&oldid=43083480 (Abgerufen: 12. März 2008, 07:48 UTC)

Laser
Akronym von:"light amplification by stimulated emission of radiation"

Laser [englisch für light amplification by stimulated emission of radiation, »Lichtverstärkung durch induzierte Strahlungsemission«] der, Verstärker und Generator für kohärente elektromagnetische Wellen, v. a. im ultravioletten, sichtbaren und infraroten Spektralbereich, aber auch darüber hinaus (z. B. Maser, Röntgenlaser).
 
Anwendungen: Laser finden heute in fast allen Gebieten der Naturwissenschaften und Technik Anwendung (Lasertechnik). Sie werden u. a. zur Materialbearbeitung (Schweißen, Schneiden, Bohren von Metallen u. a.), in der Messtechnik (z. B. zur Längenmessung, für Fluchtungs- und Steueraufgaben), zum Sichtbarmachen von Schwingungen (Vibrometrie, z. B. im Maschinenbau und bei Musikinstrumenten), in der Medizin (Laserchirurgie), im Umweltschutz (Spektralanalyse, Lidar) sowie zur optischen Informationsübertragung und -verarbeitung (u. a. für optische Speicher, Laserdrucker, Scanner) eingesetzt. Laser sind wegen der hohen Kohärenz ihrer Strahlung hervorragende Strahlungsquellen für die Holografie. Weitere Anwendungsgebiete sind Mikroskopie, Spektroskopie (Laserspektroskopie), Interferometrie (Laserinterferometrie), Kurzzeitmesstechnik, Flugnavigation, grafische Technik, Lithografie, Fotochemie (Laserchemie).
 
Geschichte: Die Theorie des Lasers geht auf die 1917 von A. Einstein vorausgesagte und 1928 von R. Ladenburg und H. Kopfermann in Gasen untersuchte induzierte Emission zurück. Die Anwendung des Maserprinzips auf Licht schlugen 1958 A. L. Schawlow und C. H. Townes vor, theoretische Grundlagen lieferten auch N. G. Bassow und A. M. Prochorow. T. H. Maiman konstruierte 1960 den ersten Rubinlaser. Den ersten Gaslaser setzten 1961 A. Javan, W. R. Bennett und D. R. Herriott in Betrieb. 1962 wurden die ersten Halbleiterlaser entwickelt, ab 1997 die ersten Atomlaser.
 
Artikel in: Meyers Lexikon online. Seitenname: Laser (Laserphysik), Autor: Meyers Lexikonverlag, Herausgeber: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Datum der Ausgabe: 30 November 2007 13:07 UTC, Aktuelles Datum: 12 Mrz 2008 07:18 UTC, Permanente URL: http://lexikon.meyers.de/index.php?title=Laser_%28Laserphysik%29&oldid=281528, Seiten Version ID: 281528

NCS
Akronym von:Natural Color System

Das Natural Color System (NCS, auch NCS-Farbsystem) ist ein vom Scandinavian Colour Institute in Stockholm entwickeltes, standardisiertes Farbsystem, welches auf der Farbwahrnehmung (Farbempfinden) eines durchschnittlichen, dem europäischen Kulturkreis angehörenden Betrachters beruht. Das Natural Color System geht dabei von den vier bunten Grundfarben aus, die von diesem als "rein" empfunden werden – Gelb (Y), Grün (G), Rot (R) und Blau (B). Die farbmetrischen Eigenschaften dieser Grundfarben wurden unter Laborbedingungen mit Hilfe einer statistisch relevanten Anzahl von Testpersonen ermittelt. Es sind diejenigen Farben, die als frei von anderen Farben empfunden werden. Beispielsweise kann jeder (normalsichtige) Mensch ein Blau definieren, das als frei von Rot oder Grün empfunden wird. Demgegenüber lässt sich kein Gelb vorstellen, das Blau enthält und kein Grün, das Rot enthält. Diese Farbenpaare werden deshalb als Gegenfarben im Kreis gegenüberliegend angeordnet.
 
Alle weiteren Farbtöne werden als Übergang zwischen diesen Grundfarben gesehen und in Prozentanteilen angegeben. Hinzu kommen die unbunten Farben Schwarz und Weiß.
 
Ähnlich wie beim Ostwaldschen Doppelkegel befinden sich die gesättigten Farben auf einem Farbkreis, der gleichzeitig Grundfläche für einen nach oben (reines Weiß) und unten (reines Schwarz) zugespitzten Kegel bildet. Auf der Außenseite des oberen Kegels befinden sich die Farben, die durch Abtönen mit Weiß, auf der des unteren Kegels diejenigen, die durch Abtönen mit Schwarz entstehen. Im Inneren des Doppelkegels sind Farben zu finden, die mit unterschiedlichen Anteilen von Schwarz und Weiß abgetönt sind. Schneidet man aus dem Doppelkegel längs der Weiß-Schwarz-Achse ein (sehr dünnes) Kuchenstück heraus, so erhält man eine farbtongleiche Fläche, bei der sich längs der Oberkante schwarzgleiche Farben (= Farben mit gleichem Schwarzanteil), längs der Unterkante weißgleiche Farben (= Farben mit gleichem Weißanteil) und längs der Schwarz-Weiß-Achse die reingleichen Farben (= Farben mit gleichem Reinheitsgrad) ablesen.
 
Die NCS-Farbkennzeichnung ist in zwei Teile aufgegliedert: Der erste Teil gibt den Schwarzanteil sowie die Farbigkeit (also Farbsättigung) einer Farbe wieder, der zweite Teil die Position des Grundfarbtons auf dem YRGB-Farbkreis. Alle Zahlenwerte gehen dabei von 100 als Maximalwert und 0 als Minimalwert aus. Alle Farbwerte im NCS-System werden linear (nicht logarithmisch) und als theoretische Werte angegeben. Die Farben, die mit existierenden Pigmenten nicht herzustellen sind, sind in den NCS-Farbfächern nicht vorhanden.
 
Das NCS-System ist eines der wenigen, weltweit verwendeten Farbsysteme (neben dem RAL-Design mit 1688 Farben]] und dem Pantone Matching System), in dem zurzeit 1950 Farbmuster strikt organisiert, durch Buchstaben und Zahlen benannt, vorliegen.Während die NCS-Editiom 2 (verwendet nur ökologisch unbedenkliche Pigmente)1750 Farben umfasste, kamen neuerdings noch 200 - hellere Töne - dazu, was die aktuelle Zahl 1950 NCS-Farben ergibt.
 
Artikel Natural Color System. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. März 2008, 07:37 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Natural_Color_System&oldid=43402808 (Abgerufen: 11. März 2008, 15:44 UTC)

Pantone
Abkürzung von:Pantone Matching System

Pantone Matching System (PMS) ist der Name eines Farbsystems, das hauptsächlich in der Grafik- und Druckindustrie eingesetzt wird. Es wurde von der Pantone, Inc., einem amerikanischen Unternehmen mit Sitz in Carlstadt, New Jersey 1963 entwickelt.
 
Es enthält Sonderfarben, die nicht im herkömmlichen Vierfarbdruck erreicht werden können, und ordnet diesen Farben eindeutige Nummern-Bezeichnungen zu. Wie bei jedem Farbsystem kann man anhand der Nummerierung die Farben weltweit kommunizieren, ohne auf die individuelle Farbwahrnehmung angewiesen zu sein.
 
Das Pantone Matching System besteht aus 14 Basisfarben, die in verschiedenen Farbanteilen miteinander gemischt alle weiteren Farben des Systems ergeben. Präsentiert werden die Farben in Fächerform (die Pantone Formula Guides) und Ringbuchform (Pantone Solid Chips Books), gedruckt auf drei unterschiedlichen Papiersorten: glänzend gestrichen (coated), ungestrichen (uncoated) und matt gestrichen (matte). In den Fächern werden zusätzlich zu den Farbfeldern weitere Farbinformationen, wie z. B. das Mischungsverhältnis aus den Basisfarben (die Farbrezeptur), veröffentlicht. Für den Druck auf die verschiedenen Papiersorten wird jeweils dieselbe Farbrezeptur verwendet. So kann das Erscheinungsbild einer Farbe je nach bedrucktem Papier variieren. Ziel bei der Erstellung des Pantone Matching System war es nicht, ein einheitliches Erscheinungsbild der Farben unabhängig vom Bedruckstoff zu erreichen, sondern mit einer einheitlichen Farbrezeptur verschiedene Papiersorten zu bedrucken. Deshalb werden Pantone-Sonderfarben nicht nur mit einem Nummerncode sondern auch mit dem entsprechenden Papierkürzel (C = coated, U = uncoated, M = matte) gekennzeichnet.
 
Das Pantone Matching System hat sich als weltweiter Standard in der Design- und Druckbranche durchgesetzt. Andere Farbsysteme hingegen haben meist eine regional begrenzte Verbreitung, wie z. B. das Farbsystem von HKS im deutschsprachigen Raum.
 
Artikel Pantone. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. Februar 2008, 15:43 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pantone&oldid=42632444 (Abgerufen: 11. März 2008, 15:33 UTC)

PMS
Akronym von:Pantone Matching System

Pantone Matching System (PMS) ist der Name eines Farbsystems, das hauptsächlich in der Grafik- und Druckindustrie eingesetzt wird. Es wurde von der Pantone, Inc., einem amerikanischen Unternehmen mit Sitz in Carlstadt, New Jersey 1963 entwickelt.
 
Es enthält Sonderfarben, die nicht im herkömmlichen Vierfarbdruck erreicht werden können, und ordnet diesen Farben eindeutige Nummern-Bezeichnungen zu. Wie bei jedem Farbsystem kann man anhand der Nummerierung die Farben weltweit kommunizieren, ohne auf die individuelle Farbwahrnehmung angewiesen zu sein.
 
Das Pantone Matching System besteht aus 14 Basisfarben, die in verschiedenen Farbanteilen miteinander gemischt alle weiteren Farben des Systems ergeben. Präsentiert werden die Farben in Fächerform (die Pantone Formula Guides) und Ringbuchform (Pantone Solid Chips Books), gedruckt auf drei unterschiedlichen Papiersorten: glänzend gestrichen (coated), ungestrichen (uncoated) und matt gestrichen (matte). In den Fächern werden zusätzlich zu den Farbfeldern weitere Farbinformationen, wie z. B. das Mischungsverhältnis aus den Basisfarben (die Farbrezeptur), veröffentlicht. Für den Druck auf die verschiedenen Papiersorten wird jeweils dieselbe Farbrezeptur verwendet. So kann das Erscheinungsbild einer Farbe je nach bedrucktem Papier variieren. Ziel bei der Erstellung des Pantone Matching System war es nicht, ein einheitliches Erscheinungsbild der Farben unabhängig vom Bedruckstoff zu erreichen, sondern mit einer einheitlichen Farbrezeptur verschiedene Papiersorten zu bedrucken. Deshalb werden Pantone-Sonderfarben nicht nur mit einem Nummerncode sondern auch mit dem entsprechenden Papierkürzel (C = coated, U = uncoated, M = matte) gekennzeichnet.
 
Das Pantone Matching System hat sich als weltweiter Standard in der Design- und Druckbranche durchgesetzt. Andere Farbsysteme hingegen haben meist eine regional begrenzte Verbreitung, wie z. B. das Farbsystem von HKS im deutschsprachigen Raum.
 
Artikel Pantone. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. Februar 2008, 15:43 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pantone&oldid=42632444 (Abgerufen: 11. März 2008, 15:33 UTC)

Polycarbonat
Definition:Synthetisches Polymer

Polycarbonate sind synthetische Polymere aus der Familie der Polyester, und zwar aus Phosgen, einem Derivat der Kohlensäure, und Diolen. Handelsnamen sind unter anderem: Makrolon der Bayer AG, Lexan der Kunststoffsparte von General Electric oder Calibre der Dow Chemical.
 
1953 wurde das erste industriell relevante Polycarbonat (Kurzzeichen PC) von Hermann Schnell bei der Bayer AG entwickelt. Dieses basierte auf 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)-propan (Bisphenol A).
 
Polycarbonate sind glasklar, einfärb-, schweiß- und klebbar, außerdem sehr dimensionsstabil und besitzen eine hohe Schlagzähigkeit. Daher werden sie für Spritzgussartikel, wie zum Beispiel für die Herstellung von CDs und Isolierfolien eingesetzt. Ein weiteres großes Einsatzgebiet sind Motorrad- und sonstige Helme. Mittlerweile werden sogar Mundstücke für Blechblasinstrumente aus diesem Material hergestellt, die in sämtlichen Farben erhältlich sind.
 
Polycarbonat wird wegen seines im Vergleich zu anderen Kunststoffen höheren Preises fast nur dort eingesetzt, wo diese zu weich, zu zerbrechlich, zu kratzempfindlich, zu wenig formstabil, oder nicht klar genug sind. Es wird eingesetzt für CDs und DVDs, Elektro- und Apparateteile, Brillengläser, optische Linsen, Leuchtenabdeckungen, Streuscheiben von Autoscheinwerfern, starre KFZ-Scheiben, Flugzeugfenster, als Schutzscheiben in speziellen Fahrzeugen wie z.B. Einsatzfahrzeuge der Polizei, als einbruchhemmende Verglasung in Industrietoren, und Sektionaltoren (z.B. Plustherm-Systemverglasung), Unterwassergehäuse für Kameras, für Wintergärten und Gewächshäuser, Solarpanels, Vordächer, Abdeckungen, Verpackungen und Flaschen, Kofferhüllen, LEGO-Teile, Karosserien im Funktionsmodellbau (Lexa), Schutzhelme und Visiere. Polycarbonat wird außerdem als Gehäusematerial bei einigen Spiegelreflexkameras und bei mehreren Rechnermodellen der Firma Apple verwendet, zum Beispiel beim eMac und den neuen MacBooks. Wegen der guten Biokompatibilität wird es auch für eine Vielzahl medizinischer Einmalprodukte verwendet. Der Marktanteil von Polycarbonat am weltweiten Kunststoffverbrauch beträgt etwa 1,3% (2,2 Mio. t im Jahr 2003).
 
Artikel Polycarbonate. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. Februar 2008, 11:01 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Polycarbonate&oldid=42963306 (Abgerufen: 11. März 2008, 14:10 UTC)

Polymer
Definition:Kunststoff

Polymere [zu griechisch méros »Teil«], Substanzen, die aus Makromolekülen bestehen, d. h. Molekülen mit einer Molekülmasse von über 10 000 g/mol. Dazu werden Monomere durch Polyreaktionen (Polymerisation, Polykondensation, Polyaddition) miteinander verknüpft. Die Homopolymere bestehen aus gleichen, die Copolymere aus verschiedenen Monomeren. Die mittlere Anzahl der im Polymermolekül enthaltenen Monomere heißt Polymerisationsgrad. Die Abfolge der Bausteine in einer Polymerkette kann unterschiedlich sein. Die Makromoleküle können aus linearen Ketten bestehen oder als verzweigte oder gar vernetzte Makromoleküle vorliegen: ataktische (organische Reste liegen regellos auf der einen oder der anderen Seite der Hauptkette), syndiotaktische (organische Reste liegen in regelmäßiger Abfolge auf der einen und der anderen Seite der Hauptkette) und isotaktische Polymere (alle organischen Reste sind nach einer Seite ausgerichtet). Spezielle Formen sind Dendrimere. Biopolymere sind am Aufbau der belebten Natur beteiligt, z. B. Cellulose, Stärke, Nukleinsäuren. Synthetische Polymere haben als Kunststoffe und Chemiefasern große Bedeutung.
 
Artikel in: Meyers Lexikon online. Seitenname: Polymere, Autor: Meyers Lexikonverlag, Herausgeber: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Datum der Ausgabe: 27 Februar 2007 15:31 UTC, Aktuelles Datum: 12 Mrz 2008 06:55 UTC, Permanente URL: http://lexikon.meyers.de/index.php?title=Polymere&oldid=150797, Seiten Version ID: 150797

RAL
Definition:RAL-Farbsystem

 
RAL CLASSIC
Der Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen erarbeitete gemeinsam 1927 eine Farbtabelle (RAL-Farbsammlung), um einer Farbe eine eindeutige Zahl zuzuweisen. Ursprünglich bestand die Tabelle nur aus 40 Farben, später wurde sie auf ca. 210 Farben ergänzt. Der Vorteil ist, dass zwischen Kunde und Lieferant nur mehr eine RAL-Nummer und kein Farbmuster ausgetauscht werden muss.
 
Um 1940 erfolgte die Umstellung der RAL-Farben auf das vierstellige System, wie es bis heute gebräuchlich ist. Tarnfarben des Heeres erkannte man bis 1944 stets durch eine „7“ oder „8“ an erster Stelle.
 
Es gibt dabei noch Unterschiede zwischen halbmatten (RAL 840-HR Farbregister) und glänzenden (RAL 841-GL Farbregister) Farben.
 
RAL EFFECT
Seit April 2007 erfüllt RAL mit der Farbpalette „RAL EFFECT“ den Wunsch nach einer größeren farblichen Gestaltungsvielfalt im industriellen Anwendungsbereich. RAL EFFECT umfasst 420 Uni- und 70 Metallic-Farbtöne. Sie ist die erste Kollektion von RAL, die auf wasserbasierten Lacksystemen beruht. Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Chromate werden ausgeschlossen.
 
RAL DESIGN
Das RAL DESIGN System wurde 1993 der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist ein Satz von 1688 genormten Farben, die im CIELab-Farbenraum beschrieben werden. Im Gegensatz zu den willkürlichen Farbnummern im älteren RAL-Farbsystem sind die Farben nach Buntton (H, Hue), Helligkeit (B, Brightness) und Buntheit (auch: Sättigung) (S, Saturation) systematisch geordnet.
  Der Aufbau des RAL-Design-Farbsystems folgt dem 1976 von der CIE (Commission International d'Eclairage) festgelegten international verwendeten Lab-Farbmaßsystem. Dabei ist a die Rot-Grün-Achse (negative Werte für Grün, positive Werte für Rot), b die Gelb-Blau-Achse (negative Werte für Blau, positive Werte für Gelb) und L die Helligkeit. Der Graupunkt oder Neutralpunkt befindet sich bei a = b = 0.
 
Artikel RAL-Farbsystem. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. März 2008, 10:09 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=RAL-Farbsystem&oldid=43565485 (Abgerufen: 11. März 2008, 14:42 UTC)

SOLAS
Akronym von:"International Convention for the Safety of Life at Sea"

Die International Convention for the Safety of Life at Sea (SOLAS) (Internationales Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See) ist eine UN-Konvention zur Schiffssicherheit.
 
Die erste "International Convention for the Safety of Life at Sea" wurde am 12. November 1913 einberufen, als Reaktion auf den Untergang der Titanic. Dabei entstand die erste Version des Vertrags der einen internationale Mindeststandards auf Handelsschiffen schaffen sollte. Es gab mehrere grundlegende Änderungen; die bereits vierte Fassung der Konvention (1960) war die erste größere Aufgabe der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) nach deren Gründung 1959.
 
Die aktuelle SOLAS-Konvention (die nun fünfte und sogenannte „SOLAS 74“) stammt von 1974 und besteht aus zwölf Kapiteln, die sich mit Bemannung, Sicherheitsmanagement, Technik, Ladung und Rettungsmitteln beschäftigen. Auf aktuelle Bedürfnisse gehen zusätzliche Novellierungen, so genannte Amendments, ein. Hiermit wurden technische Neuerungen und Verbesserungen in die SOLAS 74 aufgenommen, aber auch Missstände abgestellt (Herald of Free Enterprise; Scandinavian Star).
 
Durch die unterschiedlichen Ansichten und Ziele der zahlreichen IMO-Mitglieder dauert jeder Änderungsprozess häufig sehr lange. Änderungen am Regelwerk erfolgten meist erst nach großen Schiffsunglücken.
 
Seit dem 01. Juli 2006 ist das nun 88. Ergänzungsprotokoll zur SOLAS 74 gültig und hat ganze Kapitel neu eingeführt, bzw geändert, um sich Massengutschiffen und den mit dem Betrieb dieser Fahrzeuge einhergehenden Risiken anzupassen, indem man unter anderem nun auch aus Sicherheitsgründen Doppelhüllenkonstruktionen verbindlich vorschreibt, mit der Einschränkung, dass auf den Widerstand Griechenlands hin Schiffe, die ausschließlich Flüssiggüter befördern (Tanker), davon ausgenommen sind.
 
Artikel International Convention for the Safety of Life at Sea. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 1. Februar 2008, 23:16 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=International_Convention_for_the_Safety_of_Life_at_Sea&oldid=41945729 (Abgerufen: 12. März 2008, 07:30 UTC)