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Presse

Donnerstag 08. November 2007,

Werbetechnik – das Fachmagazin Nr. 5/2007

Die feine Auflösung der Arizona 250 GT überzeugte die H. Marahrens Unternehmensgruppe, den Océ-Flachbettdrucker zu installieren



Auf Rollen gelangt der ohne Verpackung 550 Kilogramm schwere Flachbettdrucker an den Aufstellort. Die Arizona 250 GT verarbeitet 250 mal 125 Zentimeter große Platten oder bis zu 220 Zentimeter breites Rollenmaterial mit einem optionalen Modul.

Schon lange war die in Bremen ansässige Unternehmensgruppe H. Marahrens auf der Suche nach einem Flachbettdrucker. Stetig steigende Qualitätsanforderungen und immer kürzere Terminvorgaben erforderten, in neue Technologien zu investieren. Mit Océ hat die Firma seit geraumer Zeit Kontakt. Als der Hersteller Anfang dieses Jahres den Bremern die Arizona 250 GT vorstellte, konkretisierte sich deren Interesse an dem System. Es druckt mit UV-härtenden Tinten auf bis zu 250 mal 125 Zentimeter große Platten, die maximal 4,8 Zentimeter dick sind. Im Produktionsmodus ist der Digitaldrucker sechzehn Quadratmeter pro Stunde schnell. Er verfügt über einen feststehenden Vakuumtisch, der das Material fixiert und auch bei schwierig zu handhabenden Substraten – wie beispielsweise besonders schweren – ein passgenaues Drucken gewährleistet.

Selbst konturgeschnittene Werkstoffe lassen sich dank des Vakuumtisches bedrucken. Nach Auskunft von Peter Dielenschneider, Abteilungsleiter Werbetechnik bei Marahrens, fiel die Wahl auf die Arizona 250 GT, weil unter anderem ihre hohe Auflösung – möglich sind 1.440 dpi  – überzeugte. Der Digitaldrucker ist mit der Technologie Varia Dot ausgestattet, die unterschiedlich große Tintentröpfchen zwischen 6 und 42 Picolitern erzeugt. Sie ermöglicht dadurch weiche Übergänge und Vierteltöne. Angeliefert hat den Flachbettdrucker Anfang Juli eine Spedition, die auch den groben Aufbau erledigte. Ausrichtung und Installation übernahm anschließend Océ. Bei der Inbetriebnahme gab es eine kurze Einweisung. Später schulte Peter Henry von Océ die zuständigen Mitarbeiter von Marahrens zweieinhalb Tage. Der Ende 2006 von Océ erstmals vorgestellte Digitaldrucker verarbeitet beispielsweise Acrylglas, Aluminiumverbund-, Hart- und Weichschaumplatten. Diese breite Angebotspalette nutzt Marahrens zukünftig, um Sonderanfertigungen oder Kleinserien – kostengünstig und kurzfristig – zu produzieren.

Das 1949 von Heinrich Marahrens in Bremen gegründete Unternehmen gliedert sich in drei Einzelfirmen: 160 Mitarbeiter sind im Herz der Unternehmensgruppe – bei Schilderwerk, Siebdruck, Stempel – beschäftigt. Sie fertigen beispielsweise Frontplatten, Gravur- und Typenschilder, sind für Fahrzeugbeschriftungen, Digitaldruck und Laserschneiden zuständig. In der Schiffs- und Sicherheitsbeschilderung arbeiten zwanzig Angestellte. Für Sicherheits-, Industrie- und Verkehrskennzeichnungen sind zehn Leute zuständig. Die Unternehmensgruppe leiten heute in zweiter Generation die Geschäftsführer Janina Marahrens-Hashagen und Jörg Marahrens.

Leonore Gruska