Presse
Quelle Weser-Kurier / Die Norddeutsche
Politiker zu Gast bei Gewosie und Schilderfabrik Marahrens
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Nordbremer CDU-Abgeordnete und Deputierte gingen auf Besuchstour / Informationen zu geplanten Projekten und Auftragslage
BREMEN-NORD. Die Gewosie in Aumund-Hammersbeck und die Schilderfabrik Marahrens in Grambke standen diese Woche auf dem Besuchsprogramm
der Nordbremer CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Jörg Kastendiek, Silvia Neumeyer und Helmuth Pflugradt. Ebenfalls mit auf der Besuchstour waren die Deputierten Rainer Bensch und Cord Degenhard. Axel Utrata, Vorstands-
vorsitzender der Gewosie, nutzte den Besuch der Politiker für eine umfassende Darstellung des Tätigkeitsbereichs der Wohnungsbaugenossen-
schaft. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen die aktuellen Modernisierungs- und Investitionsmaßnahmen. Der "größte Vermieter in Bremen-Nord" mit einem geschätzten Immobilienwert von 200 bis 250 Millionen Euro investiere seit Jahren in die Modernisierung seiner Wohnungen – allein in diesem Jahr in einer Höhe von 14 Millionen Euro. So seien bisher etwa 45 Prozent der 4850 Wohnungen modernisiert worden. Gegenüber seinen Mitbewerbern in Bremen-Nord sei das Unternehmen hervorragend aufgestellt. Allerdings gebe es auch Aspekte, die mittelfristig Sorgen bereiten könnten. Zwei Drittel der Wohnungen befinden sich in Blumenthal, etwa ein Drittel in Vegesack. Die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit in Blumenthal könne es schwierig machen, die Wohnungen zukünftig weiter gut zu vermieten. "Wenn wir uns von der Politik etwas wünschen könnten, dann wären es neue Arbeitsplätze in Blumenthal", so Utrata. Abschließend berichtete er von dem aktuellen "Vorzeigeprojekt" der Gewosie, einem geplanten Senioren-Wohnkomplex mit vier Wohngebäuden und einem Gemeinschaftshaus für 72 Wohneinheiten im Carré Aumunder Heide / Pundtskamp / Aumunder Flur. Die Häuser sollen nach modernsten Erkenntnissen als so genannte "Passivhäuser" gebaut werden. Da für die Umsetzung des Projekts Änderungen des Bebauungsplanes erforderlich seien, liege bereits seit Januar eine Bauvoranfrage beim Bauressort vor – bisher ohne Reaktion. "Wenn wir bis Juni keine Antwort haben, gehen wir mit dieser Wohnanlage nach Schwanewede, dort empfängt man uns mit offenen Armen."
Nur Erfreuliches gab es für die Politiker bei der zweiten Station ihres Besuchstages, der Schilderfirma Marahrens. Die 1949 in Lesum als "Gravieranstalt" von Heinrich Marahrens gegründete Firma wird heute erfolgreich von dessen Kindern, Janina und Jörg Marahrens, als weltweit operierende Firmengruppe geleitet. Mit rund 180 Mitarbeitern, darunter 16 Auszubildende, präsentierte Firmenchefin Janina Marahrens eine mittelständische Erfolgsgeschichte. Das Unternehmen, gegliedert in die Bereiche Schilderwerk, Siebdruckerei, Stempel, Industrie- und Verkehrskenn-
zeichnung sowie Schiffs- und Sicherheitsbeschilderung glänze vor allem im Schiffsbereich als "Global Player". So berichtete die Firmenchefin, dass beispielsweise alle Beschilderungen der "Aidabella" aus Grambke stammen. Die Auftragslage sei überaus positiv, so dass derzeit erwogen werde, auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umzustellen.
Julia Ladebeck

