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Presse

Mittwoch 30. April 2008,

Quelle: Das BLV Wochenzeitung

Standortpolitik kombiniert mit „Hering in Sauce“



Oben: Ohne sie wäre das diesjährige Heringessen der Nordbremer Industrie nicht möglich gewesen: Dr. Alexander Ziegler-Jöns (Jacobs-Uni), Dr. Joachim von Einem (IF-Geschäftsführer), Staatrat Professor Heiner Heseler, Janina Marahrens-Hashagen und Jörg Marahrens sowie IF-Sprecher Frank Ahrens (von links). Unten: Die anregenden Tischgespräche und der delikate Fisch sind beim Heringessen des Industrie-Forums Jahr für Jahr das Wichtigste.

Industrie Forum Bremen-Nord lud zum traditionellen Heringessen

GROHN. Zwischen Vorsuppe und Hauptgericht sprach Staatsrat Heiner Heseler vergangene Woche beim traditionellen Heringessen vom Industrie Forum Bremen-Nord (IF) über Potentiale am Standort Bremen-Nord und auch über ein bislang ungelöstes Millionenproblem im Bremer Haushalt.

Darin fehlten bislang nämlich Angaben darüber, wie Bremen ein Versprechen einlösen will, dass der Senat anlässlich der Jacobs-Spende gegeben hatte. Es ging um weitere Fördermillionen für die Jacobs University und an eben diesem Ort bemerkte Heseler nun in einem Halbsatz, dass man „alte Schiffsbeteiligungen aus der Vulkan-Zeit“ gefunden hätte und damit „für die nächsten vier Jahre“ die Universität unterstützen wird.

Kurz darauf endete seine Rede, in der er von standortsichernden Rahmenbedingungen gesprochen hatte, von der 15-Millionen-Investition beim ehemaligen BWK-Gelände, wo auch die Firma Egerland eine Chance bekommen solle, in der das Thema Forschung und Entwicklung einen besonders großen Raum einnahm und in der er auch ankündigte, den Science-Park an der Jacobs University modellhaft mit privatwirtschaftlicher Unterstützung realisieren zu wollen.

In Sherry-, Joghurt-, Kräuter- und Currysauce wurde dann der Hering serviert, denn die Tischgespräche sind es, die Jahr für Jahr den besonderen Charme der Veranstaltung ausmachen. In diesem Jahr hatte die Unternehmensgruppe Marahrens das Festmahl ausgerichtet, das sich bei den Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft großer Beliebtheit erfreut.

Als dafür noch die Tische gedeckt wurden, hatten sich die 21 Mitglieder des Industrieforums zusammengesetzt, um gemeinsam einige Probleme der Region anzusprechen. Dazu zählt nach IF-Sprecher Frank Ahrens die Problematik bei den Nordbremer Ortsämtern, die man nach Überzeugung der Mitglieder am Besten durch Zusammenlegung der Ortsämter und der Beiräte lösen könne. Zweitens habe der Hochwasserschutz für die Unternehmen eine große Bedeutung. Dazu wurde beklagt, dass vor allem mit Blick auf das Gewerbegebiet Bremer Vulkan völlig offen sei, ob Bremen dort eine zügige Realisierung der nötigen Baumaßnahmen einhalten könne. Klarheit über die Zeitschiene und auch über angedeutete Beteiligungen der betroffenen Unternehmen soll demnächst ein Gespräch mit Senator Reinhard Loske bringen. Wichtig sei den Vertretern der Industrie drittens die zügige Fertigstellung der A281 inklusive Wesertunnel.  JG