Presse
Quelle: Publishing Praxis Ausgabe 5-6/2009
Grossformatdruck mit Idee und Modernster Technik
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| ![]() ![]() Oben: Ein Mitarbeiter von Marahrens überprüft die korrekte Umsetzung der Farben. Unten: Die Firma Marahrens stellt auch komplexe Lichtwerbeanlagen her. |
H. Marahrens
Im Jahr 1949 wird das Unternehmen als Gravieranstalt im Wohnzimmer von Heinrich Marahrens gegründet. Heute produziert man an drei Standorten in Bremen mit gut 160 Mitarbeitern Beschilderungen jeder Art. Die Bereiche Industriekennzeichnung und Sicherheitsbeschilderung liefern in der Regelstandardisierte Produkte, die auch über das Internet bestellt werden können. Im so genannten »Schilderwerk« arbeitet man an individuellen Lösungen von der Fahrzeugbeschriftung bis zur Lichtwerbung. In diesem Unter-nehmensbereich ist der gesamte Maschinenpark inklusive Digital- und Siebdruck beheimatet.
Seefahrt: Bei der räumlichen Nähe zum Meer ist es kein Wunder, dass die Ausstattung von Schiffen – vom Eisbrecher bis zum Luxusliner –zum Kerngeschäft von Marahrens gehört. Dabei profitiert das Unternehmen davon, dass man sowohl die technische als auch die dekorative Beschilderung übernehmen kann. Wegen der großen Auflagen erstellt man die einfacheren Wegweiser und Sicherheitsschilder in der Regel im Siebdruck. Gibt es hier keine gestalterischen Vorgaben, bemüht sich die hauseigene Grafikabteilungum die passende Umsetzung. Spätestens bei den Kabinennummern ist Kreativität gefragt. Zumeinen sollten sie zum Design des gesamten Schiffes passen. Zumanderen müssen sie sich trotzwechselnder Beschriftung wirtschaftlich produzieren lassen. Die Realisierung der Ideen kann vollständig in der hauseigenenwerbetechnischen Abteilung erfolgen.
Schilderwerk: Die Ausstattung von Schiffen ist jedoch nur ein Teil des Leistungsspektrums. »Wir produzieren ein einfaches Praxisschild mit der gleichen Sorgfalt wie eine große Lichtwerbeanlage«, erläutert Peter Dielenschneider, Leiter Abteilung Werbetechnik. Dabei kommen gleichberechtigt die unterschiedlichsten Techniken zum Einsatz. Neben Laser-, Stanz- und Frästechnik gibt es eine eigene Werkstatt für Leuchtwerbung, in der wir Neonröhren oder LEDs verwenden. Die hauseigene Druckerei ist mit modernen Digital und Siebdruckanlagen ebenfalls gut ausgestattet. Es ist auffällig, dass diese einzelnen Produktionsbereiche gleichberechtigt zusammen arbeiten. »Für uns steht das Endprodukt im Vordergrund und da ist dieTechnik nur Mittel zum Zweck«, bestätigt Peter Dielenschneider unseren Eindruck.
UV-Druck: Um bestimmte Aufträge noch besser realisieren zu können, investiert das Unternehmen im Herbst2008 in einen Flachbettdrucker Océ Arizona 350 GT. Da dieses Gerätauch mit weißer Tinte drucken kann, muss man für diese Aufgabenstellung nicht mehr den Siebdruck bemühen. Natürlich hat man in der Anfangsphase mit den Druckmedien experimentieren müssen, da sich nicht jedes Siebdruckmaterial auch für den Digitaldruck eignet. »Wir haben erkannt, dass es zum Beispiel bei den PVC-Platten große Unterschiede in Sachen Bedruckbarkeit und Tintenhaftung gibt.« Inzwischen ist man jedoch über dieses Stadium hinaus und arbeitet mit der Arizona im Zweischichtbetrieb. Dabei kommendie Druckdaten aus der hauseigenen Vorstufenabteilung und werden mit den entsprechenden Profilen an den Drucker geschickt. Dadurch vermeidet man Fehler und der Operator kann sich ganz auf die Arbeit mit der Maschine konzentrieren. Ein wesentliches Kriterium für die Investition war die Möglichkeit, mit weißer Tinte drucken zu können. »Wir haben täglich Jobs mit Weiß«, erklärt Dielenschneider. »Deshalb gibt es hier auch keine Probleme mit Ablagerungen oder verstopften Düsen.« Die Rollenoption des Druckers wird ebenfalls genutzt. »Wir können dadurch Banner mit einer Breitevon 220 cm drucken, ohne dafür zusätzliche Hardware kaufen zu müssen.« Insgesamt ist man mit der Leistung der Arizona so zufrieden, dass die größere Version, die 350 XT, bereits bestellt ist. Sie verfügt über einen Drucktisch im Format 250 x 305 cm und eignet sich dadurch auch für sehr große Platten.


