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Presse


21.01.2019, Autor: Stefan Lakeband, Quelle: "Weser Kurier"

Marahrens-Hashagen zur Präses gewählt

Ein historischer Schritt für die Bremer Handelskammer: Zum ersten Mal hat das Präsidium eine Frau an die Spitze der Interessensvertretung der Bremer Wirtschaft gewählt.

Bremer Politiker begrüßen die Wahl von Janina Marahrens-Hashagen zur Präses der Handelskammer. Das Plenum der Kammer hatte sie am Montag gewählt. Damit steht zum ersten Mal in der jahrhundertelangen Geschichte eine Frau an der Spitze der bremischen Wirtschaft. Nach ihrem langjährigen Engagement in den Gremien der Handelskammer, sagt Marahrens-Hashagen, ist das nun „die Krönung“.

Jörg Kastendiek, Landesvorsitzender der CDU, nannte die Wahl eine sehr erfreuliche und gute Entwicklung. Marahrens-Hashagen sei eine erfolgreiche Unternehmerin, die viel Erfahrung mitbringe. „Das zeigt, dass das verstaubte Image der Handelskammer schon längst nicht mehr der Realität entspricht.“ Er hoffe, dass unter Führung von Marahrens-Hashagen die Handelskammer weiterhin ein konstruktiver Sparringspartner für die Politik bleibe. Vor allem das Engagement für die Ausbildung junger Menschen müsse beibehalten werden. FDP-Fraktionschefin Lencke Steiner ist ebenfalls glücklich über die Wahl: „Ich freue mich ganz besonders darüber, weil junge Mädchen und Frauen nun wieder eine weitere Powerfrau als positives Vorbild haben, die auch keine Angst hat, mit dem Senat in den Konflikt zu gehen.“ Steiner habe Marahrens-Hashagen als eine tolle Unternehmerin kennengelernt.

Emigholz schlug Marahrens-Hashagen als Nachfolgerin vor

Gratulation gab es zudem von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit. „Dass jetzt eine Frau an der Spitze der Handelskammer steht, ist gerade auch in diesen Tagen ein wichtiges Signal.“ Ähnlich sieht es Grünen-Fraktionschefin Maike Schaefer: „Denn auch wenn wir im 21. Jahrhundert leben, sind Frauen immer noch von einer echten Gleichberechtigung entfernt.“ Sie hofft, dass die Wahl von Marahrens-Hashagen auch ein Zeichen für andere traditionsreiche Einrichtungen ist – vor allem mit Blick auf das vergangene Wochenende. „Hoffentlich realisiert durch die Wahl der bornierte Eiswettverein, dass das Eis für solche frauenfeindlichen Veranstaltungen sehr dünn wird.“ Der Verein steht in der Kritik, weil er bei seinem jährlichen Festmahl, das zuletzt am Sonnabend stattgefunden hat, keine Frauen zulässt. Selbst dann nicht, wenn sie offiziell den Bremer Senat vertreten.

Der Wechsel an die Spitze der Handelskammer galt schon vorher als abgemacht. Bereits Mitte November hatte der WESER-KURIER berichtet, dass der damalige Präses Harald Emigholz Marahrens-Hashagen als seine Nachfolgerin vorgeschlagen hatte. Die Wahl nun war lediglich eine Formalie. So stimmten am Montagabend auch alle 52 Mitglieder des Handelskammer-Plenums der Personalie zu; Marahrens-Hashagen steht der Kammer für die kommenden drei Jahre ehrenamtlich vor.

Eine Zeit, in der sich die neue Präses für die Belange der Wirtschaft einsetzen will. „Natürlich haben wir Schwerpunkte ausgearbeitet“, sagt sie. Dazu gehört mit dem Fachkräftemangel ein Problem, das sie aus ihrem eigenen Unternehmen kennt. „Auch die Entwicklung der Infrastruktur ist wichtig. Als Bremen-Norderin stehe ich selbst regelmäßig im Stau.“

Marahrens-Hashagen studierte Wirtschaftswissenschaften und Bankwesen in Hamburg, Anfang der 80er-Jahre stieg sie in das 1949 gegründete Familienunternehmen in Bremen-Nord ein. Das Unternehmen mit 210 Mitarbeitern ist spezialisiert auf die Produktion von Schildern. Es hat nach eigenen Angaben eine Frauenquote von mehr als 50 Prozent und hebt seine familienfreundlichen Arbeitszeiten hervor. Ein Thema, das sie während ihrer Amtszeit als Präses vorleben will.

Der erste Vorläufer der Handelskammer – deren offizieller Name Handelskammer Bremen und IHK für Bremen und Bremerhaven ist – entstand im Jahr 1451. 1849 entstand mit der neuen Bremer Verfassung dann die Handelskammer. In der fast 600-jährigen Geschichte der Selbstverwaltung der Bremer Wirtschaft stand noch nie eine Frau an der Spitze. Neben der Wahl von Marahrens-Hashagen zur Präses, wurde auch über das Präsidium, das aus neun Vize-Präsides besteht, abgestimmt. Hier gab es jedoch keine personellen Veränderungen, außer dass der bisherige Präses Emigholz und die Unternehmerin die Posten getauscht haben.

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