Orientierung und Teilhabe durch Braille
Barrierefreiheit steht für mehr als nur stufenlose Zugänge oder breite Türen. Sie steht für gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen – unabhängig von körperlichen oder sensorischen Einschränkungen. Ein zentraler Bestandteil ist die taktile Beschilderung, insbesondere mit Blindenschrift. Sie ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen eine sichere Orientierung im öffentlichen Raum, in Gebäuden und Verkehrseinrichtungen.
Durchdachte Beschilderungssysteme mit Braille tragen dazu bei, dass sich jeder Mensch selbstständig und sicher bewegen kann – ob in Behörden, Krankenhäusern, Schulen, Bahnhöfen, Einkaufszentren oder Unternehmen. Professionelle Lösungen verbinden Funktion, Design und gesetzliche Anforderungen zu einem ganzheitlichen Konzept.
Warum ist Barrierefreiheit so wichtig?
Rund 1,2 Millionen Menschen in Deutschland sind sehbehindert oder blind – Tendenz steigend. Für sie ist die taktile Beschriftung ein entscheidender Bestandteil barrierefreier Umgebung. Blinde Menschen „lesen“ mit den Fingerspitzen: Die kleinen erhabenen Punkte der Brailleschrift bilden Buchstaben, Zahlen oder Symbole ab und vermitteln so Informationen, die sehende Menschen visuell wahrnehmen.
Barrierefreiheit ist heute nicht nur gesellschaftlich geboten, sondern auch gesetzlich verankert – etwa durch das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und die DIN-Normen zur barrierefreien Gestaltung von Gebäuden und Orientierungssystemen (DIN 32975 und DIN 32986). Wer frühzeitig auf barrierefreie Beschilderung setzt, schafft ein inklusives Umfeld und erfüllt zugleich rechtliche Anforderungen.
Vorteile der Beschilderung mit Blindenschrift
- Gleichberechtigter Zugang: Taktile Beschriftung ermöglicht Menschen mit Sehbehinderung eine selbstständige Nutzung von Räumen und Einrichtungen.
- Gesetzeskonforme Gestaltung: Die Einhaltung der Normen DIN 32975 und DIN 32986 gewährleistet Rechtssicherheit und fördert Inklusion.
- Verbesserte Orientierung: Braille-Schrift auf Türschildern, Handläufen oder Leitsystemen führt sicher zum Ziel.
- Inklusive Kommunikation: Informationen werden für alle Nutzergruppen zugänglich gemacht.
- Imagegewinn: Barrierefreiheit zeigt Verantwortungsbewusstsein und soziale Kompetenz – ein starkes Signal nach innen und außen.
Wo kommt Braille-Beschriftung zum Einsatz?
Sie ist in vielen Bereichen fester Bestandteil moderner Gebäudekennzeichnung. Sie wird dort eingesetzt, wo taktile Informationen Orientierung und Sicherheit verbessern. Typische Anwendungen sind:
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Türschilder und Raumschilder – mit erhabener Schrift und Braille zur Kennzeichnung von Räumen, Büros, Sanitäranlagen oder Funktionsbereichen
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Handläufe und Geländer – mit eingelassener Braille-Beschriftung zur Etagen- oder Richtungsinformation
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Leitsysteme im Innen- und Außenbereich – mit taktilen Karten, Reliefdarstellungen oder Hinweisschildern
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Aufzugstableaus – mit Braille und erhabenen Ziffern zur sicheren Bedienung
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Flucht- und Rettungspläne – mit tastbaren Symbolen und Punktschrift für Notfallsituationen
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Informationsstelen oder Piktogramme – für eine inklusive Orientierung im öffentlichen Raum
Materialien und Ausführungen für barrierefreie Beschilderung
Beschilderungen mit Blindenschrift und Braille müssen langlebig, tastbar und gut lesbar sein. Marahrens bietet daher hochwertige Materialien und Fertigungsverfahren, die alle Anforderungen an Haltbarkeit, Hygiene und Ästhetik erfüllen:
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Acrylglas – klar, modern und ideal für Innenräume
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Aluminium – robust, pflegeleicht und wetterfest
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Edelstahl – hygienisch, beständig und edel im Erscheinungsbild
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Kunststoffverbundplatten – leicht, kosteneffizient und vielseitig bedruckbar
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Taktile Folienlösungen – selbstklebend und flexibel für bestehende Oberflächen
Die Braillepunkte werden entweder graviert, erhaben geprägt oder mit speziellem Kunststoff appliziert, um optimale Tastbarkeit zu gewährleisten. Auch Kombinationen mit kontrastreichen Farben und erhabener Profilschrift sorgen für bestmögliche Lesbarkeit – selbst bei schwachem Sehvermögen.
Normen und Vorschriften
Die Umsetzung barrierefreier Beschilderung orientiert sich an klar definierten Normen und Gesetzen. Zu den wichtigsten zählen:
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DIN 32975 – Gestaltung visueller Informationen im öffentlichen Raum für Sehbehinderte
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DIN 32986 – Anforderungen an taktile Beschriftungen und Brailleschrift
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DIN 18040 – Barrierefreies Bauen: öffentlich zugängliche Gebäude
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Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) – gesetzliche Grundlage zur Herstellung von Barrierefreiheit
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BITV 2.0 – Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (für digitale Anwendungen)
Die Einhaltung dieser Standards ist essenziell, um nicht nur gesetzlichen Anforderungen zu genügen, sondern auch eine echte inklusive Nutzung zu ermöglichen.
Individuelle Lösungen für mehr Inklusion
Jedes Gebäude und jedes Nutzungskonzept stellt andere Anforderungen an die barrierefreie Beschilderung. Marahrens entwickelt individuelle Lösungen – von der Planung über das Design bis zur Produktion und Montage. Ob einzelne Türschilder mit Braille, vollständige taktile Leitsysteme oder Kombinationen mit digitalen Informationen (z. B. QR-Codes oder Audio-Informationen): Wir bieten maßgeschneiderte Systeme für jede Umgebung.
Unsere Stärken:
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Normgerechte Umsetzung nach DIN 32986 und DIN 32975
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Hochwertige Materialien für Innen- und Außenanwendungen
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Integration ins Corporate Design – barrierefrei und CI-konform
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Langlebige, montagefreundliche Lösungen für Neubau und Bestand
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Fachkundige Beratung von der Planung bis zur Endmontage
Fazit: Barrierefreiheit ist gelebte Inklusion
Zugang und Orientierung für alle Menschen: Die Integration von Blindenschrift und Braille in Beschilderungssysteme ist ein entscheidender Schritt hin zu einer inklusiven Gesellschaft. Sie ermöglicht Selbstständigkeit, Sicherheit und Teilhabe – in Gebäuden, im öffentlichen Raum und am Arbeitsplatz.
Vertrauen Sie auf die Erfahrung von Marahrens: Wir unterstützen Sie dabei, funktionale, ästhetische und normgerechte Lösungen umzusetzen – für mehr Orientierung, Sicherheit und Gleichberechtigung im Alltag.